EUROPINION (Foto: © TEA - Fotolia.com)

Europäisch denken!
Für eine europäische öffentliche Meinung!

Menschen, die wie wir heute in einer modernen europäischen Demokratie leben, haben eine doppelte Identität:

Neben der persönlichen Kernidentität eine staatsbürgerliche, die unsere Mitwirkung in der lange Zeit nationalen - heute auch europäischen - Gesellschaft betrifft.

Die Persönliche: Als Privatpersonen kümmern wir uns um unsere persönliche Entwicklung, das, was die Frauenbewegung „Selbstverwirklichung“ nannte, die materielle Sicherung unserer Existenz, die Familie. Hierher gehören die Werte, die wir im Umgang mit einander für wichtig erachten und unseren Kindern vermitteln. Teil davon sind ebenso unsere religiösen Überzeugungen.

Die Öffentliche: Als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger kümmern wir uns um unsere Lebenswelt, die Gesellschaft, in der wir leben. Wir formen die Öffentlichkeit, indem wir das aktive und passive Wahlrecht ausüben. Wir wählen einerseits solche Mitbürgerinnen und Bürger, denen wir eine besondere Hinwendung zu den öffentlichen Angelegenheiten in unserem Sinne unterstellen, um uns repräsentativ zu vertreten. Und werben andererseits mit eben dieser besonderen, leidenschaftlichen Hinwendung zur Regelung der öffentlichen Dinge aufgrund unserer Auffassungen um ein politisches Mandat. Ganz allgemein nehmen wir teil am öffentlichen Diskurs. Wir veröffentlichen Bücher und Leserbriefe, melden uns in Seminaren, Stammtischen, Debattenzirkeln und Bürgerinitiativen zu Wort. Wir nehmen Stellung und kritisieren die Vorgehensweise von Gremien und Institutionen, genauso die Arbeit und das Auftreten einzelner.

Wir sind Teil einer öffentlichen Meinung! Auf welcher Grundlage handeln wir? Was dient uns dabei als Richtschnur? Woher beziehen wir das notwendige Wissen? Wir nutzen die Medien. Die veröffentlichte Meinung, denn ohne Informationen, die wir selbst abwägen und einordnen können, kommen wir nicht zu einem eigenen Bild. Und das brauchen wir, um unsere Wertmaßstäbe verantwortlich anzulegen.

Nationale Medien sehen die Ereignisse durch die national bedingte kulturelle Brille. Für eine europäische öffentliche Meinung sind sie keine ausreichende Grundlage. Reisen ohne Grenzkontrollen und die gemeinsame Währung sind uns Europäern selbstverständlich geworden. An dem gemeinsamen öffentlichen Raum, in dem wir uns informieren, um die europäische Seite unserer staatsbürgerlichen Verantwortung wahrzunehmen, arbeiten wir noch.

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